Mit dem heutigen Tag stellt der Prozessor- und Chipsatzhersteller AMD seinen jüngsten Sproß der 7er-Chipsatzserie vor. Wie der 790X als Vorgänger aus der 790-Generation beherrscht auch er die Kopplung zweier Grafikkarten über CrossfireX. Vom kleineren Modell 780G hat AMD die Kopplung einer Grafikkarte mit der integrierten Chipsatzgrafik übernommen.
Insgesamt enthält die Northbridge 26 PCIe 2.0 Lanes, von denen 16 entweder gebündelt als PEG-Slot für eine Grafikkarte oder in zwei 8er-Gruppen für Crossfire zur Verfügung stehen. Sechs Lanes stehen für andere PCIe-Geräte zur Verfügung, vier Lanes binden die Southbridge an.
Die integrierte Grafik unterstützt DirectX 10 und entspricht weitgehend der des
780G, abgesehen davon, dass die 3D-Einheit mit 700 statt 500 MHz zu Werke geht. Natürlich lässt sich auch hier ein Hybrid CrossfireX zusammen mit einer Radeon HD 3450/3470 vornehmen, wenn man denn einen Sinn darin sieht. Während es beim 780G nur am Rande erwähnt wurde, stellt AMD beim 790GX heraus, dass die Grafikeinheit ihre Bilddaten statt im Hauptspeicher auch in separat auf dem Mainboard verlöteten "Performance Cache" ablegen kann. Darunter sind 64 oder 128 MB große DDR2/DDR3-Speicher gemeint, die als Sideport Memory fungieren - diese schon seit mehreren jahren bei AMD/ATI-Chipsätzen vorhandene Möglichkeit wurde von den Mainboardherstellern bislang, v.a. aus Kostengründen, allerdings selten genutzt. HD Video-Beschleunigung ist natürlich ebenso selbstverständlich.
Ganz neu hingegen ist die Southbridge mit Namen SB750, sie ersetzt die inzwischen veraltete SB600 der anderen 790er-Chipsätz und ist der
erwartete Zwischenstop auf dem Weg zu den 800er-Versionen. Im Vergleich zur SB700 des 780G-Chipsatzes gibt es nur wenige Neuerungen, die bedeutendste ist die Unterstützung von RAID5 durch die sechs SATA-Ports sowie der "Advanced Clock Calibration Link" zum Prozessor, mit dem AMD höhere Übertaktungsleistungen verspricht.
Entsprechende Mainboards soll es von allen namhaften Mainboardherstellern zeitnah für etwa 100 Euro geben, bislang sehen die
Verfügbarkeiten noch etwas dünn aus.
[tm]