NVIDIA hat die
GeForce GTX 260 überarbeitet und liefert nun den Grafikchip nun offiziell mit 216 Stream-Prozessoren aus. Die ältere Variante verfügt nur über 192 Einheiten und dürfte damit in Benchmarks vergleichweise schlecht abschneiden. Gleichzeitig befürchten die Grafikkartenhersteller nun Probleme mit ihren aktuellen Modellen, die möglicherweise nicht mehr zum erwarteten Preis verkauft werden können. Für die Kunden stellt sich das Problem, überhaupt beide Baureihen unterscheiden zu können.
Der zugrunde liegende GT200 (D10U-102) entspricht in den übrigen Details der bekannten GTX 260 (D10U-20-Chip) mit einer Strukturgröße von 65 Nanometern, einem GPU-Takt von 576 MHz und einem GDDR3-Speichertakt von 1 GHz. Auch in Sachen Leistungsaufnahme dürfte sich durch das Upgrade nichts verändert haben.
Lediglich bei der Performance rechnet man derzeit mit fünf bis zehn Prozent höherer Leistung. Da die Grafikkarte preislich wie das Vorgängermodell angesetzt wird, besteht bei den Herstellern begründete Angst, dass sich die älteren Modelle zum Ladenhüter entwickeln. Hier ist wohl mit weiteren Preissenkungen zu rechnen, bis die aktuellen Bestände abverkauft sind. Unterscheiden sich lassen sich beide GT200-Typen wohl nur anhand der Produktbezeichnungen der Hersteller. So stehen Namen wie GTX 260² zur Debatte.
NVIDIA sammelt damit weiterhin Minuspunkte bei den Herstellern, nachdem man in den vergangenen Monaten bereits durch eine
aggressive Preispolitik auf die Margen der Unternehmen gedrückt hat. Gleichzeitig erfreut sich AMD über eine große Nachfrage nach den aktuellen Mainstream-Grafikkarten der
HD4600-Serie.
[rl]