Intel konnte im dritten Quartal 2008 den Marktanteil bei den Prozessoren verteidigen und im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht zulegen. Laut Statistiken von iSupply beträgt der Anteil des Marktführers rund 80 Prozent, während sich AMD mit 12 Prozent weit abgeschlagen als ewiger Zweiter behauptet. Gegenüber dem zweiten Quartal legte AMD zwar marginal zu, verlor auf Jahressicht allerdings fast zwei Prozent an Intel.
Gemessen hat iSupply den Marktanteil anhand vom weltweiten Gesamtumsatz im Verhältnis zum Einzelumsatz der Unternehmen mit Prozessoren.
Das Bild lässt sich wohl am ehesten mit dem recht dünnen Produkt-Angebot von AMD begründen, das seit einiger Zeit nur wenige Neuheiten bietet. Erst mit der Umstellung auf 45 Nanometer schafft sich der kleine Wettbewerber wohl wieder Raum für Innovationen und Marktwachstum. Auch fehlt AMD derzeit ein Produkt im stark nachgefragten Netbook-Geschäft, in dem für Intel bis auf VIA derzeit praktisch keine Konkkurenz existiert. Zusätzlich schlagen sich natürlich beim Umsatz-Vergleich die deutlich geringeren Preise in den Messungen nieder, die AMD im Durchschnitt für die eigenen Prozessoren erreicht. Bei den reinen Stückzahlen dürfte man also durchaus über den 20 Prozent liegen.
Für AMD besonders bitter ist in diesem Zusammenhang die Einführung des
Intel Core i7 Nehalem Anfang November, der dem Mitte November erwarteten
AMD Opteron Shanghai zuvor kommen will. AMD tritt auf dem Desktop-PC dann erst im neuen Jahr mit dem
Deneb an, um sich seine Marktanteile zurück zu erobern.
[rl]