AMD hat den Server-Prozessor Opteron auf Basis des neuen 45-nm-Quad-Core
Shanghai offiziell
vorgestellt. Die lang erwarteten CPUs mit Taktraten zwischen 2,3 GHz und 2,7 GHz sind ab sofort verfügbar und werden von Server-Partnern wie IBM, Sun, Dell oder Hewlett-Packard in entsprechenden Systemen verbaut. Weitere Modelle speziell für Low-Voltage-Systems plant AMD für das erste Quartal 2009. Erste Benchmarks bescheinigen den neuen Prozessoren bei geringerer Leistungsaufnahme auch eine deutlich höhere Performance.
Die Spezifikationen der AMD Opteron 83xx und 23xx geben neben den maximal 2,7 GHz auch Support für DDR2-800 an. Der L2-Cache ist mit 512 KB je Kern genauso groß wie beim Vorgänger Barcelona, der L3-Cache aber von 2 MB auf 6 MB angewachsen. Noch arbeitet AMD an einer schnelleren HyperTransport-Anbindung, die erst Mitte 2009 mit HT 3.0 in Prozessoren die Bandbreite zwischen den CPUs und zu den Chipsätzen deutlich erhöhen soll. Die Average Power Consumption gibt AMD mit 75 Watt an.
AMD stellt auf der eigenen Webseite zudem Ergebnisse von Benchmarks bereit, die dem Opteron eine höhere
FPU-Leistung nachweisen. Bei ganzzahligen Berechnungen
spricht Heise dem Opteron einen nicht ganz so großen Vorteil für AMD im Vergleich zum 3,33-GHz-getakteten Xeon aus, der unter 32 Bit sogar verloren geht. Allgemein verspricht AMD gegenüber der älteren Generation deutliche Leistungszuwächse.
| Prozessor | Takt | L3-Cache | Preis |
| AMD Opteron 2384 | 2,7 GHz | 6 MB | $989 |
| AMD Opteron 2382 | 2,6 GHz | 6 MB | $873 |
| AMD Opteron 2380 | 2,5 GHz | 6 MB | $698 |
| AMD Opteron 2378 | 2,4 GHz | 6 MB | $523 |
| AMD Opteron 2376 | 2,3 GHz | 6 MB | $377 |
| AMD Opteron 8384 | 2,7 GHz | 6 MB | $2149 |
| AMD Opteron 8382 | 2,6 GHz | 6 MB | $1865 |
| AMD Opteron 8380 | 2,5 GHz | 6 MB | $1514 |
| AMD Opteron 8378 | 2,4 GHz | 6 MB | $1165 |
Gründe für die höhere Performance dürften vor allem beim größeren L3-Cache zu suchen sein, aber natürlich auch bei der klar gesteigerten Taktfrequenz. Mit 2,7 GHz hat AMD zumindest erst einmal unter Beweis gestellt, dass die 45-nm-Fertigung endlich reibungslos funktioniert. Verbessert hat AMD auch die Virtualisierungs-Technik um zwischen verschiedenen Zuständen schneller umschalten zu können. Die sofortige Verfügbarkeit der CPUs unterstreicht das Ziel des Unternehmens, schnell im wichtigen Server-Markt präsent zu sein, noch bevor Intels Nehalem-Xeons den Einlauf in die Arena starten.
Für weniger Energie sorgt vor allem Smart-Fetch, eine Funktion, welche die einzelnen Kern im Leerlauf abschalten kann. Die verarbeiteten Daten werden dann auf den L3-Cache ausgelagert, auf den die anderen Cores zugreifen können, ohne den schlafenden Kern aufwecken zu müssen. Weiterhin trägt hier auch der kleinere Fertigungsprozess zum Ergebnis bei.
[rl]