Intro
Am 6. November 2002 zog Hard Tecs 4U ein Fazit nach einem ersten Querschnitt der nForce2 basierenden Platinen und erkor den jüngsten Sprössling am Himmel der AMD Plattformen zum neuen König. Einige Zeit ist seitdem vergangen und entgegen zum ersten nVIDIA Chipsatz, dem nForce, finden sich nun im Markt eine ganze Schar Hersteller, welche Produkte auf der nForce2-Basis anbieten.
Und als wenn es eine Art Schicksal wäre, so häufen sich nun plötzlich die Rückmeldungen von Lesern per E-Mail oder Forum bezüglich Problemen mit den Mainboards auf Basis des nForce2. Sollte es Zufall sein? Vielleicht aber auch doch mehr als das? Sollte der Umstand, dass der neue nVIDIA Chipsatz breiter von den Herstellern unterstützt wird als der Vorgänger, nun plötzlich die Probleme ans Tageslicht befördern? Eine ganze Weile beobachteten wir, was von Anwendern gemeldet wurde und eine ganze Weile wogen wir ab, welche der geschilderten Schwierigkeiten real oder letztlich doch auf Anwender Fehler zurückzuführen sind. Und schließlich entschlossen wir uns, nForce2 Mainboards erneut unter die Lupe zu nehmen.

Und damit begaben wir uns auf eine Gratwanderung. Selten bedurfte ein Testbericht auf Hard Tecs 4U dermaßen Zeit, aber auch selten fanden wir derart breite Unterstützung seitens der Mainboardhersteller, Anwender, aber auch anderen Herstellern, welche schlicht die Wichtigkeit des nForce2 Chipsatzes für AMD Prozessoren erkannten, ahnten oder aber nur wissen wollten, wie kompatibel ihre eigene Hardware zu diesem "Überflieger" ist.
Dabei mag "Überflieger" ein höchst zweideutiges Wort sein, welches wir in diesem Zusammenhang aber absolut wertungsfrei verwenden. Als Testkandidaten erkoren wir eigentlich 8 Hersteller aus, wobei leider Soltek im letzten Moment einen Rückzieher machte und uns mitteilte, dass man derzeit lediglich die schwächere Southbridge Variante MCP verwende und erst die kommenden Platinenrevisionen mit MCP-T aufwarteten. Auch der unsererseits gerne präsentierte Kandidat aus Hause Chaintech bleibt den Lesern hier leider verwehrt, denn Chaintech meldete sich nach Kontaktaufnahme nicht mehr zurück. Damit bleiben uns letztlich noch insgesamt sechs Testkandidaten, welche wir Euch heute vorstellen werden.
Unser erster Dank richtet sich an diese Stelle an alle Mainboardhersteller, welche uns mit entsprechenden Mustern ausstatteten. Dabei gilt der Dank aber auch erneut den bekannten Vertretern mit Namen ASUS und Leadtek, denn auch diese beiden bereits getesteten Mainboards mussten erneut den gesamten HT4U-Testparcours durchlaufen, härter als zuvor. Insbesondere Leadtek versorgte uns mit einer aktuelleren Revision ihres Produktes, als jene, die im seinerzeitigen Review ihre Künste unter Beweis stellen musste. Aber auch EPoX, ABIT, AOpen und MSI mussten im Verlauf dieser Testserie Nerven unter Beweis stellen, denn nicht selten galt es einen der genannten Testkandidaten auszutauschen. Wie dem auch sei, wir fanden letztlich ein Ende und danken für den Support. Danken möchten wir hier aber erneut auch PC-King und AMD für den Support im Bereich Prozessoren.
Keinesfalls wollen wir nachfolgend erneut sämtliche technischen Details dieses Chipsatzes beleuchten. Dies taten wir praktisch schon hinreichend in unseren Technikkapiteln des seinerzeitigen nForce2 Berichtes. Wir widmen uns nachstehend damit lediglich noch Feinheiten oder aber ungeklärten Fragen.